Clariant Aktie – KGV-Bewertung

Clariant Aktie – KGV-Bewertung

Verlust derzeit kein KGV
Kurse und Kennzahlen: Stand 21.10.2026
KGV heute Verlust Verlust in den letzten 12 Monaten
Median 10 Jahre 27,4 aus 100 Monatswerten
KGV erwartet 15,0 Schätzung für 2026 · 4 Analysten
PEG erwartet 0,97 15,4 % Gewinnwachstum p. a. erwartet

Welches KGV hat Clariant?

Clariant hat in den letzten zwölf Monaten einen Verlust gemacht (-0,09 CHF je Aktie). Ein KGV lässt sich dann nicht sinnvoll bilden — es wäre negativ und sagt nichts über die Bewertung. Die Analysten erwarten für 2026 wieder einen Gewinn; darauf bezogen liegt das KGV bei 15,0. In den Monaten mit Gewinn lag das KGV der letzten zehn Jahre im Median bei 27,4.

KGV-Verlauf der letzten zehn Jahre

Monatswerte: Kurs am Monatsende geteilt durch den Gewinn der zwölf Monate, die zu diesem Zeitpunkt schon veröffentlicht waren — also nur, was Anleger damals wissen konnten.

  • KGV je Monat
  • Median: die Hälfte der Monate lag darüber, die andere darunter
  • Normalbereich: hier lag das KGV in der Hälfte aller Monate
906845230
Median 27,4
20172019202120232025

Werte über 90 sind am oberen Rand abgeschnitten, damit der übrige Verlauf lesbar bleibt (höchster Monatswert: 668). Lücken in der Linie sind Monate, in denen das Unternehmen in den zwölf Monaten davor Verlust machte (21 Monate) — dort gibt es kein KGV.

Fünf und zehn Jahre im Vergleich

Die letzten fünf Jahre zeigen das aktuelle Zins- und Geschäftsumfeld, zehn Jahre den längeren Maßstab.

Letzte 10 Jahre
7,0 Median 27,4 · Normalbereich 16,1 bis 32,6 bis 668
Letzte 5 Jahre
7,0 Median 20,8 · Normalbereich 12,5 bis 40,5 59,2

Über fünf Jahre lag der Median bei 20,8, über zehn Jahre bei 27,4. Das Bewertungsniveau der letzten Jahre ist damit niedriger als im längeren Schnitt.

Ohne Markierung für heute: Das aktuelle KGV ist wegen des Verlusts nicht berechenbar, ein Platz im Band wäre deshalb keine Aussage.

Ist das KGV durch Wachstum gedeckt? Das PEG

PEG = KGV geteilt durch das jährliche Gewinnwachstum in Prozent. Ein KGV von 30 bei 30 % Wachstum ergibt ein PEG von 1 — nach Peter Lynchs Faustregel fair bewertet.

PEG rückblickend – Erholung
PEG erwartet 0,97 erw. KGV ÷ 15,4 % Wachstum p. a.
PEG Median 10 Jahre – zu wenige Jahre mit PEG

Auf Basis der Analystenschätzungen — 15,4 % Gewinnwachstum pro Jahr bis 2029, 4 Analysten — liegt es bei 0,97, also unter 1 — nach Peter Lynchs Faustregel günstig im Verhältnis zum Wachstum.

Rückblickend: Der Gewinn kam aus einem Tief. Das Wachstum wäre eine Erholung, keine dauerhafte Entwicklung.

So wird gerechnet. Rückblickend: Gewinn je Aktie über fünf Jahre, geglättet — verglichen wird jeweils der mittlere von drei Jahresgewinnen am Anfang und am Ende, damit ein einzelnes Ausnahmejahr nicht das Ergebnis bestimmt. Erwartet: erwartetes KGV und Wachstum stammen beide aus den Analystenschätzungen (bereinigter Gewinn), gezählt werden nur Jahre mit mindestens drei Schätzungen. Kein PEG gibt es bei weniger als 3 % Wachstum pro Jahr — dort teilt die Kennzahl durch fast null. Hohes Wachstum zählt, wenn es zu neuen Gewinnhöchstständen führt; führt es nur auf ein früheres Niveau zurück, ist es eine Erholung.

Clariant: KGV je Geschäftsjahr

Kurs zum Bilanzstichtag, Gewinn je Aktie aus dem Jahresabschluss. Beträge in CHF, bereinigt um Aktiensplits.

Jahr Kurs Gewinn je Aktie ggü. Vorjahr KGV Wachstum 5 J. PEG
2025 7,16 -0,23 – Verlust – –
2024 10,09 0,74 +82,2 % 13,6 – –
2023 12,42 0,41 – 30,5 – –
2022 14,65 -0,31 – Verlust – –
2021 19,00 1,04 +196,7 % 18,2 – –
2020 18,82 0,35 – 53,5 – –
2019 21,60 -0,10 – Verlust – –
2018 18,09 1,02 +21,2 % 17,7 – –
2017 27,25 0,84 +8,0 % 32,3 – –
2016 17,57 0,78 +10,0 % 22,5 – –
2015 19,01 0,71 +49,5 % 26,7 – –
2014 16,72 0,48 – 35,2 – –
2013 16,31 -0,06 – Verlust – –
2012 12,35 0,77 -10,0 % 16,0 – –
2011 9,27 0,86 +0,4 % 10,8 3,4 % 3,15
2010 18,94 0,85 – 22,2 – –
2009 12,22 -0,91 – Verlust – –
2008 7,13 -0,16 – Verlust – –
2007 10,53 0,02 – 478,4 – –
2006 18,25 -0,37 – Verlust – –
2005 19,35 0,81 +12,6 % 23,8 – –
2004 18,35 0,72 -37,5 % 25,4 – –
2003 18,25 1,15 – 15,8 – –
2002 22,10 -4,23 – Verlust – –

KGV im Vergleich zum Sektor

Verglichen wird mit den 15 Unternehmen des Sektors Materialien aus allen Ländern, deren KGV aussagekräftig ist. Ihr Median liegt bei 18,9.

Unternehmen KGV Median 10 J. ggü. eigener Historie PEG erwartet
Fresnillo 11,4 23,4 deutlich günstiger als üblich –
Rio Tinto 11,7 10,3 etwas teurer als üblich 2,14
Endeavour Mining 15,9 28,4 deutlich günstiger als üblich 2,84
Glencore 16,3 15,9 im normalen Bereich –
Antofagasta 25,7 23,8 im normalen Bereich 2,53
Sika 28,6 32,4 etwas günstiger als üblich 2,19
Givaudan 29,3 35,6 etwas günstiger als üblich 5,20
EMS-CHEMIE 44,2 31,7 deutlich teurer als üblich 7,15
Median des Sektors 18,9

Gezeigt werden die größten Unternehmen des Sektors, sortiert nach KGV; der Median berücksichtigt alle. Unternehmen mit Verlust oder verzerrtem KGV fließen nicht ein. „ggü. eigener Historie" vergleicht jedes KGV mit den letzten zehn Jahren desselben Unternehmens.

Das KGV kurz erklärt

Was sagt das KGV?

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis teilt den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie der letzten zwölf Monate. Ein KGV von 20 heißt: Anleger zahlen für eine Aktie das Zwanzigfache dessen, was das Unternehmen in einem Jahr je Aktie verdient. Je höher das KGV, desto mehr künftiges Wachstum ist im Kurs bereits enthalten.

Warum der Vergleich mit der eigenen Geschichte?

Ein KGV von 25 ist für einen Lebensmittelkonzern etwas anderes als für eine Bank oder einen Softwarehersteller. Aussagekräftig wird die Zahl erst im Vergleich mit dem, was für Clariant über Jahre normal war. Deshalb steht hier jeder Monat der letzten zehn Jahre — berechnet nur mit den Zahlen, die damals schon veröffentlicht waren.

Wann ist das KGV nicht aussagekräftig?

Bei einem Verlust gibt es kein sinnvolles KGV. Verzerrt ist es bei Sondereffekten: Ein Einmalgewinn aus einem Verkauf lässt das KGV klein erscheinen, hohe Abschreibungen lassen es explodieren. Auch bei Rohstoff- und anderen zyklischen Unternehmen täuscht es oft — am Gipfel der Gewinne wirkt die Aktie billig, im Tal teuer. Diese Seite erkennt solche Fälle an der Abweichung vom eigenen Mittel und verzichtet dann auf eine Einordnung.

Was ist das PEG?

Das PEG (Price/Earnings to Growth) teilt das KGV durch das jährliche Gewinnwachstum in Prozent. Bekannt gemacht hat es der Fondsmanager Peter Lynch. Seine Faustregel: Ein PEG um 1 ist fair, darunter günstig, über 2 teuer. So lässt sich ein hohes KGV bei einem stark wachsenden Unternehmen einordnen — ein KGV von 90 kann bei hohem Wachstum günstiger sein als 15 bei einem Unternehmen, das nicht wächst.

Rückblickendes oder erwartetes PEG?

Das rückblickende PEG beruht auf dem tatsächlichen Gewinnwachstum der letzten fünf Jahre. Es ist belegt, sagt aber nichts darüber, ob das Wachstum anhält. Das erwartete PEG beruht auf den Schätzungen der Analysten für die nächsten Jahre. Es schaut nach vorn, ist aber eine Prognose. Liegen beide weit auseinander, erwarten die Analysten eine andere Entwicklung als bisher.

Alle Angaben ohne Gewähr und ausschließlich zu Informationszwecken. Sie stellen keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Kennzahlen der Vergangenheit und Analystenschätzungen sind keine Zusage für die künftige Entwicklung.